Rhodos | Teil II

Vom schönsten Dorf auf Rhodos, einem Sonnenuntergang auf der Akropolis und einem Segelausflug in die schönsten Buchten. Hier kommt Teil 2 unserer Flitterwochen.

Lindos

 

Etwa 50 Kilometer mit dem Roller. Der Nacken schmerzt schon ein wenig vor Anstrengung, den Kopf im Wind gerade zu halten. Es geht steil die Küstenstraße bergauf. Noch eine Biegung und dann sehen wir sie. Die hübschen weißen Häuser am Hang. Darüber thront die Akropolis. Noch ein paar Kilometer und wir sind mittendrin im Gewusel. Für Autos ist Lindos gesperrt. Mit dem Roller kommen wir bequem bis ganz unten und stellen ihn am Rande der Stadt ab.

 

Durch enge Gassen schlendern wir vorbei an unzähligen Souvenirshops und Fast-Food Restaurants. Der Blick wandert von rechts nach links und immer wieder in hübsche Hinterhöfe und eine Gasse schöner als die andere. Wir laufen etwas abseits von all dem Getümmel und machen eine kurze Pause auf einer Treppe im Schatten.

 

Wir lassen uns weiter treiben und landen irgendwann wieder mittendrin. Lassen uns von einem der vielen Schilder mit „Roofterrace Akropolis View“ anlocken und haben nach einem steilen Treppenaufstieg den schönsten Ausblick über die Dächer und tatsächlich: auf die Akropolis.

 

 

 

 

Gestärkt laufen wir runter an den Hafen. Machen eine kleine Pause und blicken auf das Meer bis wir uns am späten Nachmittag auf den Weg machen, die Akropolis zu besteigen. Eine sehr gute Entscheidung. Nicht nur, weil nach 16 Uhr der größte Touristenansturm verschwunden ist. Den doch recht steilen Aufstieg kann ich mir bei der Mittagshitze kaum vorstellen.

 

 

 

 

 

 

 

Viele der Touristen ersparen sich diese Anstrengung und lassen sich von Esel-Taxis nach oben und sogar wieder runter tragen. Wir dagegen nehmen uns Zeit, bestaunen die Aussicht aufs Meer und das erstaunliche Bauwerk über uns.

 

Oben angekommen sind wir fast ganz alleine. Die Sonne steht tief und wirft ein tolles Licht auf die Ruinen. An höchster Stelle der Festung steht ein teilweise rekonstruierter Athenetempel aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Ich frage mich die ganze Zeit: wie hat man es geschafft hat, dort oben solch einen Tempel ohne Kran zu bauen? Sehr beeindruckend!

 

 

 

 

 

 

 

 

Als die Sonne schon fast hinter dem Hügel verschwunden ist steigen wir zur Stadtseite hinab. Haben noch einmal eine tolle Aussicht auf die strahlend weißen Häuser, bevor wir uns auf dem Roller wieder den Wind um die Nase wehen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Segeln

 

 

 

 

 

Malerische Buchten. Glasklares Wasser. Angenehmer Wind. Das alles schreit ja geradezu nach einem Ausflug mit dem Segelboot. Und so haben wir uns bei unserem Besuch in Rhodos Stadt am Hafen einen Platz auf der Romantika für unseren letzten Urlaubstag gesichert.

 

 

 

 

 

 

 

Pünktlich um 10 Uhr morgens ging es dann los. Uns wurden unsere Sitzkissen für die nächsten 6 Stunden auf dem Deck der 22-Meter-Yacht zugewiesen. Sehr bequem und besser als jeder Stuhl. Kaum hatten wir abgelegt, ertönte entspannte Musik aus den Lautsprechern und ich hatte meinen ersten eisgekühlten Rosé in der Hand.

 

Die erste Station ist Kallithea Springs, ein altertümliches Kurbad, das wir allerdings nur von weitem an Land sehen. Die Bucht ist wunderschön und wir springen von Bord ins Wasser. Schwimmen, schnorcheln ein bisschen und Sonnen uns ein wenig an Deck bevor es weiter geht zu den Höhlen von Traganou am Strand von Afandou. Dort schnorcheln wir innerhalb der Steinformationen, wagen einen kurzen Blick in die dunklen Höhlen, bevor es an Bord ein Mittagsbuffet gibt. Sehr lecker, ganz frisch an Bord zubereitet und völlig unkompliziert essen wir in unseren Sitzsäcken.

 

 

 

 

 

 

 

Die dritte Station ist die Anthony-Quinn-Bucht, eine malerische Piratenzuflucht mit reichlich Unterwasserleben. Schon ein paar Tage zuvor sind wir mit dem Roller hingefahren und haben uns diese vom Land angeschaut. Die schönste Bucht, die wir bei unserem Besuch gesehen haben. Dazu noch ein Schnorchel-Paradies.

 

Während wir uns mit Taucherbrille und Schnorchel treiben lassen entfernen wir uns immer weiter vom Boot. Sind so fasziniert von der weiten Sicht und den vielen Fischen, dass wir gar nicht bemerken, dass mittlerweile vom Boot kleine Holzbretter ins Wasser geleassen wurden, auf denen eisgekühlte Getränke schwimmen– und sich daher alle anderen nur um das Boot herum aufhalten…

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegen späten Nachmittag legen wir wieder ab und fahren etwas weiter auf das Meer hinaus und an der Küste entlang zurück in den Hafen von Rhodos. Wir schließen dabei etwas die Augen und lassen uns die Meeresbriese um die Nase wehen.

No Comments

Post a Comment