Kenia Safari | Unser Honeymoon

Heute nehme ich euch mit auf eine Safari durch Kenia. Schon längst möchte ich euch von unseren Erlebnissen unserer Hochzeitsreise letztes Jahr im Oktober berichten. Jetzt ist auch das Video fertig, das Christian gemacht hat. Das findet ihr am Ende des Beitrags ganz unten. Wenn wir an diese Reise zurückdenken haben wir noch immer leuchtende Augen und tolle Erinnerungen an ein einmaliges Erlebnis.

Hier unsere Safari-Route

 

Tag 1

Tsavo West National Park

 

Tag 2

Amboseli Reservat

 

Tag 3

Lake Naivasha

 

Tag 4

Lake Nakuru

 

Tag 5 – 7

Masai Mara Game Reserve

Um den Start der Safari nicht zu verpassen, sind wir schon einen Tag früher nach Mombasa geflogen und haben dort noch einen entspannten Tag in einem Strandhotel verbracht, von dem wir am nächsten Morgen um 6 Uhr abgeholt wurden. Said, unser Fahrer und Guide erwartete uns schon und Anita, unsere Mitfahrerin, betrat mit uns das Fahrzeug, das die nächsten 7 Tage wie unser zweites Zuhause sein würde. Die Safari konnte beginnen…

Tsavo West Nationalpark

Zunächst ging unsere Fahrt durch das trubelige Mombasa, dann über eine Art Autobahn Richtung dem Tsavo West Nationalpark. Je weiter wir uns der Stadt entfernten, desto mehr Tiere konnten wir schon am Straßenrand entdecken. Die Aufregung wurde immer größer. Kurz nachdem wir das Tor des Parks erreichten, öffnete Said das Dach, damit wir uns hinstellen und rausschauen konnten. Ich erinnere mich noch immer genau an das Gefühl, als wir die ersten Gazellen ohne Scheibe erblickten, uns der Wind um die Nase fegte und wir uns ordentlich festhalten mussten, bei den holprigen Wegen. Wir waren mittendrin im Abenteuer. Auf dem Weg zu unserer ersten Lodge sind wir durch eine vielfältige Landschaft, einer Mischung aus schroffen Bergketten, hügeligen Graslandschaften und dichten Wäldern gefahren. Am Nachmittag ging es auf unsere erste Pirschfahrt ins Reich der roten Elefanten, wie uns Said erzählte. Und tatsächlich – schon nach kurzer Zeit stand er da im Gebüsch – der erste Elefant in freier Wildbahn. Ganz nah. Ganz ruhig. Ein unglaublicher Moment.

Schon beim Mittagessen in der Lodge haben wir eine Elefantenherde beobachtet, die direkt an unserer Lodge vorbeigelaufen ist – das alleine war schon unglaublich. Doch was uns dann bot, als wir von unserer Fahrt bei Sonnenuntergang zurückgekehrt sind, konnten wir selbst kaum glauben. Am Wasserloch direkt unterhalb der Terrasse der Lodge stand eine Herde Elefanten. Mit einem kühlen Bier in der Hand haben wir dem Schauspiel zugeschaut, das sich uns direkt vor unserer Nase bot. Und es sollte noch spannender werden. Beim Abendessen wurde das Fleisch für den Leoparden wenige Meter von uns entfernt an einen Baum gehangen. Der fackelte nicht lange und schon war er hochgesprungen und riss sich ein Stück davon ab. Etwas unheimlich war uns dann schon zumute, denn weder ein Zaun noch sonst etwas trennte uns von der Raubkatze. Müde und vollertoller erster Eindrücke sind wir ins Bett gefallen und haben uns den Wecker auf 5.45 Uhr gestellt.

Der zweite Tag unserer Safari führte uns noch ein Stückchen durch den Tsavo West National Park. Fahren durch eine riesige Lavalandschaft in den Chyulu Hills mit schwarzem, erkalteten Steinüberresten von einem Vulkanausbruch und den Mzima Springs, einer natürlichen Quelle und einem grünen Fleckchen mitten in der Savanne. Dort begegnen wir Krokodilen und Nilpferden, die im Wasser kämpfen. Auf dem Weg zurück zum Auto entdecke ich eine grüne Mamba, an einem Baumstamm auf Augenhöhe. Nix wie weg da! Schön war es aber trotzdem.

Amboseli Reservat

Am Mittag dann erreichten wir die Amboseli Lodge am Fuße des Kilimandscharo. Die Spitze ist in Nebel verhüllt. Wir sind gespannt, ob wir ihn noch komplett zu sehen bekommen. Nach einer Abkühling im Pool geht es für uns zu Besuch in ein Masai-Dorf. Dort werden wir mit einem Tanz und Gesang begrüßt und werden aufgefordert mitzumachen. Zunächst sind wir uns albern dabei vorgekommen, aber wir wurden so herzlich dort aufgenommen, dass wir einfach mitgemacht haben. Wir bekamen einen Einblick in das Masai Leben. Wie sie Feuer machen, ihre Naturmedizin und ihr Haus. Die Hauptaufgabe der Frauen ist mittlerweile die Schmuckherstellung, die sie uns stolz präsentiert und wir ihnen natürlich gerne etwas abgekauft haben. Von dem Verdienst kaufen sie Mais.

Am Nachmittag geht es auf Safari in den Amboseli National Park. Dort ziehen sehr sehr viele Elefanten an uns vorbei durch das Grasland. Im Hintergrund der Kilimandscharo – eine Kulisse wie aus dem schönsten Tierfilm. Gnus und Zebras, Gazellen, Antilopen und Giraffen kreuzen unseren Weg. Bei Sonnenuntergang sehen wir 3 Gepardenmännchen auf Beutezug und fahren in der Dämmerung zurück zur Lodge.

Am nächsten Morgen ist der Kilimandscharo komplett sichtbar. Wir haben sehr viel Glück sagen alle während wir damit beschäftigt sind, die Affen auf den Stühlen des Restaurants fasziniert zu beaobachten. Wir stärken und mit einem Frühstück mit bester Aussicht, denn eine lange Fahrt nach Nairobi liegt vor uns.

Lake Naivasha

Die Fahrt durch Nairobi ist anstrengend. es ist laut und staubig. Wir stehen im Stau und mitten im Chaos. Die Autos fahren, wie sie wollen. Hin und wieder auch durch Straßengräben. Als wir jedoch die Hauptstadt hinter uns lassen bietet sich uns wieder schönste Natur. Wir fahren entlang des Rift Valley und haben eine atemberaubende Aussicht während wir gegrillten Mais vom Straßenhändler essen.

Als wir den Lake Naivasha am Nachmittag erreichen werden wir von einem kleinen Regenschauer überrascht. Die Lichtstimmung ist grandios und wir buchen direkt eine Bootsfahrt. Uns ist etwas mulmig, wie dicht wir an den Nilpferden im Wasser vorbeifahren und schwups, schon taucht eins direkt hinter uns aus. Grade nochmal gut gegangen. Jetzt klopft der Bootsfahrer mit einem Holz gegen das Boot, damit das nicht nochmal passiert. Könnte nämlich auch ins Auge gehen… Wir kaufen Fische bei den Anglern am Ufer und locken damit Seeadler an. Die kennen das Spiel wohl schon und schnappen sich den Fisch im Flug aus dem Wasser. Am Ufer grasen Giraffen und Wasserböcke und wir schippern gemütlich in den Sonnenuntergang.

Wir erreichen unsere nächste Lodge direkt am See in der Dämmerung und dürfen nicht alleine über das Gelände laufen wegen der Hippos, die Abends an Land kommen um zu grasen. Von unserer Terrasse sehen wir Giraffen und Wasserböcke durch den Garten laufen und auf dem Weg vom Abendessen zurück steht ein riesiges Nilpferd direkt vor unserer Hütte. Das ist Fred, einer der größten Besucher hier, meint unser Beschützer, bewaffnet mit Taschenlampe und einem Stock und bringt uns bis zur Tür.

Unser Zimmer ist im Colonial Stil eingerichtet und verglichen zu unseren vorherigen Behausungen wahrer Luxus. Sehr stilvoll alles. Auch der Restaurantbereich mit Kaminöfen und riesigen Fenstern in den Garten.

Lake Nakuru (Nakuru National Park)

Nach einem ausgiebigen Frühstück (und zum ersten Mal ohne Kofferpacken am frühen Morgen) noch kurz vorbei an einer Giraffe vor unserer Tür, machen wir uns auf an den Lake Nakuru. Vorbei an grasenden Breitmaulnashörner fahren wollen wir bis ans Ufer fahren, doch die Straße ist überschwemmt. Wir dürfen aussteigen und werden von einem Ranger bis ans Ufer begleitet. Dort stehen hunderte Flamingos im flachen Wasser. Wir dürfen allerdings nicht lange stehen bleiben, denn eine Büffelherde will unseren Weg kreuzen. Wir sollen ganz langsam laufen, befiehlt uns der Ranger, der schon seine Waffe zückt. Wir schaffen es heil zurück zum Auto und weiter geht die Fahrt durch eine ganz tolle und abwechslungsreiche Landschaft. Manchmal schon fast dschungelartig. Am Straßenrand sehen wir unseren ersten Löwen beim Mittagsschlaf und was macht unser Fahrer Said? Parkt direkt daneben das Auto und holt seine Lunchbox hervor. Der hat Nerven! Wenige Meter entfernt liegt ein zweiter. Kurz blickt einer auf und schaut uns an und legt sich wieder hin. Ich halte die ganze Zeit die Luft an. Bin glücklich und fasziniert von diesem Tier, das da vor uns liegt und döst.

Masai Mara

Auf diesen Teil der Safari hatte ich mich ganz besonders gefreut. Kannte ich diese Landschaft bisher nur aus Tierdokumentationen und wollte schon als Kind dort mit dem Jeep durch die weite Savanne fahren. Der Weg dorthin führt uns durch sehr viele kleine Dörfer. Es ist Sonntag und wir sehen ganz viele in ihrer schönsten Kleidung mit der Bibel unterm Arm zur nächsten Kirche laufen. Manche laufen dafür kilometerweit entlang der staubigen Straße.

Gegen Mittag erreichen wir unsere letzte Lodge der Safari-Tour. Sie ist ganz wunderbar an einem Hang inmitten des Nationalparks gelegen. Schon auf dem Weg hinauf begegnen wir vielen Tieren. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben geht es auch schon los auf Safari. Jetzt bekommen wir auch die kleine Regenzeit zu spüren, denn auf einmal regnet es kurz und sehr heftig. Da die Masai Mara 2000 m hoch liegt, ist es am Nachmittag auch schon recht kühl. Sehr viele Safari-Jeeps fahren an uns vorbei und das ‚Radio-Löwe‘ (der Funk mit den anderen Fahrern) läuft ununterbrochen. Wir fahren ganz dicht an Gnu und Büffelherden vorbei und plötzlich verlassen wir den Weg und fahren querfeldein. Wir müssen uns ordentlich festhalten. Der Grund für diese Offroad-Fahrt: ein Gepard hat ein Zebra gerissen und frisst es vor unseren Augen. Doch wir dürfen nicht lange stehen bleiben, denn das ist wohl nicht erlaubt…

Der letzte Tag unserer Safari beginnt schon um 4 Uhr morgens. Eine halbe Stunde später ist Abfahrt zur Ballonsafari. es ist noch stockdunkel. Am Straßenrand begegnen wir einer Hyäne auf Beutezug. Am Himmel sind sehr sehr viele Sterne zu sehen. Ganz in der Ferne sehen wir Blitze über dem Viktoriasee. Als wir in der Morgendämmerung auf der Flugplatzwiese ankommen geht alles ganz schnell. Wir starten früher als geplant, wegen der Thermik. Wir passieren den improvisierten Sicherheitscheck bestehend aus Holzpfosten und laufen auf den riesigen Heißluftballon zu. Wir müssen in den am Boden liegenden Korb klettern und liegen fast über Kopf bis es losgeht. Auf einmal stellt sich der Korb auf und wir heben ab. Lautlos fahren wir ganz dicht über eine Gnuherde, die sich lautstark beschwert und sich schließlich in Bewegung setzt. Es sieht spektakulär aus von oben, wie eine ganze Herde rennt. Wir lassen die Gnus hinter und gleiten jetzt über Zebras und sehen ganz viele Tierskelette am Boden liegen. Von oben richtig gut zu erkennen sind die Trampelpfade der Tiere und wir verstehen nun, woher die Masai Mara ihren Namen hat. Mara bedeutet gepunkted und so sieht es auch aus von oben. Die Büsche und kleinen Hügel wie Punkte auf einer riesigen Fläche. Am Ende unserer Fahrt entdecken wir Elefanten an einer Wasserstelle und schon verlieren wir wieder langsam an Höhe, bis wir wieder auf dem Boden gelandet sind.

Nach der Landung haben wir erstmal ein Frühstück mitten in der Savanne bekommen und auf unsere erste Ballonfahrt angestoßen. Christian war sehr froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Gestärkt ging es dann am Boden mit dem Jeep weiter auf Pirschfahrt. Und am Nachmittag dann unsere letzte Safari-Tour.

Wir genießen unseren letzten Abend in der Lodge, lassen die Erlebnisse Revue passieren und haben am nächsten Morgen eine sehr lange Strecke zurück nach Nairobi. Von dort fliegen wir nach Mombasa und werden noch am Abend Chale Island mit dem Boot erreichen. Unsere Woche auf der traumhaften Mini Insel gibt es dann auch noch in einem Bericht und vielleicht sogar ja auch ein Video.

 

Apropos Video. Hier kommt jetzt endlich unser Safari-Video zum anschauen. Ich könnte es mir immer und immer wieder anschauen und freue mich jedes Mal so sehr, dass wir diese Reise genau so gemacht haben.

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