ROM – Reisetagebuch

Was für ein tolles Wochenende! Rom stand schon lange ganz oben auf meiner Städtetrip-Liste und im Juni ist dieser Wunsch war geworden. Für ein verlängertes Wochenende haben wir unsere sieben Sachen gepackt, uns in einem Apartment mit der wohl besten Aussicht eingemietet und die Stadt erkundet.

 

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Ich bin immer noch ganz begeistert von dieser Stadt. So viel Geschichte, Mythen und Sehenswürdigkeiten. Dazu jeden Tag Pizza, Pasta, ganz viel Gelato und natürlich Amore.

 

Nicht zu vergessen, den besten Guide den ich mir vorstellen kann. Der im Geschichtsunterricht gut aufgepasst und mir an jeder Ecke was zu erzählen hatte (und das meine ich wörtlich). Man fühlt sich ein bisschen wie im Freizeitpark, wenn man so durch die Stadt läuft – ein Highlight jagt das nächste und es gibt überall was zu gucken.

 

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Im Vorfeld hatte ich ein bisschen Sorge, ob die 3 Tage wohl ausreichen. Es sollte ja nicht in purem Stress enden. Umso glücklicher bin ich darüber, wie gut alles am Ende geklappt hat. Wir hatten das perfekte Sightseeing-Programm für uns gefunden und ganz gemütlich (fast) alles gesehen.

 

Kommt ihr mit auf einen Ausflug nach Rom?

 

 

Die Anreise

 

Schnell war klar, wir fliegen. Ein kurzer Blick auf die Zugverbindung oder eine Autofahrt – nein danke! Günstige Flüge gibt es von Ryanair ab Frankfurt Hahn zum Flughafen Ciampino, den wir nach 1,5 Stunden Flug entspannt erreichen. Die beste und schnellste Variante, um in die Stadt zu kommen ist der Terravision Bus, der etwa 30 Minute zum Bahnhof Termini braucht. Von dort nehmen wir einen Stadtbus und haben während der Fahrt zum Apartment schon einen ersten Eindruck von der Stadt. Bustickets am besten immer vorher in den Tabacchi oder Kiosken für etwa 1,50 Euro pro Fahrt kaufen.

 

 

Die Unterkunft

 

Mit der Unterkunft hatten wir großes Glück. Über airbnb hatte ich das Zimmer entdeckt und aufgrund der super Lage direkt zugegriffen. Direkt am Tiber gelegen mit einem unglaublichen Blick vom Bett aus auf die Engelsburg und nur wenige Schritte vom Vatikan entfernt. In etwa 10 Minuten sind wir Abends von dort ins Restaurantviertel Trastevere gelaufen und haben dort bei einem Glas Wein und sehr leckerem Essen den Abend ausklingen lassen, bevor es mit einem Eis in der Hand wieder zurück ins Zimmer ging um dort noch einen Blick auf die beleuchtete Engelsburg zu werfen.

 

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Essen und Trinken

 

Für uns muss es nicht das schicke Restaurant am Platze sein, obwohl es von diesen sehr viele gibt in Rom. Sei es auf der Piazza Navona oder dem Campo de‘ Fiori, dem Blumenplatz. Dort reiht sich ein Restaurant ans nächste. Für uns eher was für einen gemütlichen Cappuccino, bisschen Leute gucken und die Füße etwas schonen.

 

Abends jedoch hat es uns immer wieder in das oben erwähnte, etwas ausserhalb gelegene Trastevere Viertel gezogen. Also jenes Viertel, das – Lateiner, aufgepasst! – »trans«, also jenseits, des Tibers liegt. Heute ist Trastevere das Viertel, wo man isst, trinkt und genießt, sagt uns auch Paolo, unser netter Host. Dort geht auch er Abends hin, wenn er sich mit Freunden verabredet.

 

An den ersten beiden Abenden haben wir Glück, denn unter der Woche ist dort nicht ganz so viel los wie am Wochenende und wir landen in den beiden angesagtesten Restaurants, wie sich am Samstagabend herausstellt. Dann wird dort nämlich geduldig Schlange gestanden und gewartet, bis der Kellner mit der Warteliste den Namen ruft. In der Zwischenzeit schonmal ein Aperol getrunken und über Gott und die Welt erzählt. Auch wir warten am Samstag Abend geduldig, bis wir an der Reihe sind und fühlen uns schon fast, als gehören wir dazu.

 

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Diese Restaurants haben wir besucht: das Tonarello und Grazia & Graziella (auch super zum Frühstücken) direkt an der Basilica und Cajo & Gajo mit sehr gutgelaunten Kellnern und rustikalem Ambiente.

 

 

Tag 1

 

Am ersten Tag erkunden wir zunächst die westliche Tiberseite.

 

Über die Prachtstraße Via della Conciliazione erreichen wir den Petersplatz sehr zeitig am Morgen. Vorbei an der Schweizer Garde und durch einen Sicherheitscheck finden wir uns im Eingangsbereich des Petersdom wieder und beginnen mit dem Aufstieg zur Kuppel. Die fast 600 Stufen sind es auf jeden Fall wert, denn oben angekommen haben wir einen unglaublichen Ausblick über Rom und den Vatikan.

 

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Bevor es wieder runter geht kaufe ich mir noch Postkarten um sie unten im vatikanischen Postamt einzuwerfen. Noch ein letzter Blick rundherum und es geht hinunter und in den Petersdom. Besonders beeindruckt mich der Marmor in den unterschiedlichsten Farben und Mustern überall. Ich kann mich gar nicht satt sehen während mein Liebster nur lachend den Kopf schüttelt und das nicht nachvollziehen kann, wo es hier doch so viel anderes zu sehen gibt …

 

Eine Pizza später machen wir eine kleine Pause im Garten der Engelsburg, nehmen noch eine Nase von Pinienduft und verlassen diese Uferseite über die Ponte Sant’Angelo, die Engelsbrücke.

 

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Das nächste Highlight – der Trevi Brunnen. Dort gibt es erstmal für jeden ein Eis, bevor auch wir eine Münze in den wohl bekanntesten Brunnen der Welt werfen. Der Legende nach soll es Glück bringen, eine Münze mit der rechten Hand über die linke Schulter in das Wasser zu werfen. Das soll Glück bringen und garantieren, irgendwann in die Ewige Stadt zurückzukehren. Romantik ist dabei allerdings nicht angesagt bei all den Menschen, die sich um den Brunnen drängen. Ich allerdings bin überglücklich, wie ich schon hier berichtet habe.

 

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Den restliche Nachmittag schlendern wir weiter durch die Stadt Richtung Piazza di Spagna, vorbei an der Modemeile mit allen Topdesignern und schließlich zur spanischen Treppe und die 138 Stufen hinauf.

 

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Tag 2

 

An Tag 2 widmen wir uns dem Aufstieg und Untergang des römischen Imperiums.

 

Den von den Römern verhassten Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II (auch Schreibmaschine genannt) begutachten wir kurz von aussen und gehen rechts vorbei die Freitreppe hinauf zur Reiterstatue Marc Aurels auf dem von Michelangelo entworfenen Platz Campidoglio, also auf dem Kapitol (ihr seht, ich habe meinem Guide gut zugehört). Von dort haben wir eine tolle Aussicht auf das Forum Romanum. Bevor wir den Hügel hinabsteigen werfen wir noch einen Blick auf die Figur von Romulus und Remus am Rande des Platzes.

 

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Weiter geht es Richtung Kolosseum. Mit unserem Kombiticket (Kolosseum, Palatin und Forum Romanum) betreten wir das größte der im antiken Rom erbauten Amphitheater und der größte geschlossene Bau der römischen Antike. Besonders beeindruckend fand ich die unterirdischen Gänge, aus denen die Falltüren und Spezialeffekte gesteuert wurden (zumindest konnte man es erahnen).

 

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Wie gut, dass es an jeder Ecke in Rom öffentliche Trinkbrunnen gibt, an denen man sich seine Wasserflasche auffüllen kann, auch wenn die vielen Straßenhändler das so nicht wahrhaben wollen und ihre Flaschen unter die Leute bringen wollen. Mit einer frisch gefüllten Flasche besteigen wir also den Palatin, werfen einen Blick auf den Circus Maximus, oder eben das was davon übrig blieb, nämlich eine 600 Meter breite kahle Fläche. Etwas skuril – ein Baum markiert den Standort des Obilisken.

 

Wir gönnen uns eine kleine Pause in den Gärten des Palatin bevor wir hinab in das Forum Romanum steigen und das politische Zentrum des antiken Roms auf uns wirken lassen.

 

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Tag 3

 

Den dritten und letzten Tag gehen wir entspannt an.

 

Frühstücken gemütlich in Trastevere und machen uns auf den Weg Richtung Pantheon. Nicht bedacht haben wir dabei, es ist Sonntag und es findet gerade eine Messe statt. Das kann unsere Laune nicht trüben und so schlendern wir weiter. Trinken einen Cappuccino auf dem Piazza Navona und beobachten das fröhliche Treiben.

 

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Für die Wartezeit in der Schlange hinein zum Pantheon, gibt es – wie sollte es anders sein – ein Eis. Als wir schließlich über den imposanten Eingangsbereich das heute zur Kirche umgeweihte antike Bauwerk betreten, staunen wir nicht schlecht über den Lichtkegel, der durch ein Loch in der riesigen Kuppel dringt.

 

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Den Rest des Tages verbringen wir ganz gemütlich, entdecken aber dennoch an jeder Ecke etwas, sei es eine auf den ersten Blick scheinende Baustelle, die sich als Ausgrabung entpuppt oder eine (im Vergleich zu unseren riesigen) Kirche.

 

Abends heißt es dann auch schon Lebewohl du schöne Stadt am Tiber – Grazie Mille! Wir kommen wieder.

 

 

Noch ein paar mehr Fotos:

 

 

 

Und zum Schluss noch 5 Tipps für euren nächsten Besuch in Rom:

 

1

Einige Kirchen und Gebäude dürfen nur mit bedeckten Knien und Schultern betreten werden. Am besten einen Schal oder Tuch in der Tasche mitnehmen und bei Bedarf überwerfen im Sommer.

 

2

Eine Flasche Wasser dabei haben, die man an den öffentlichen Trinkbrunnen kostenlos auffüllen kann. Die sind mit dem Symbol der Stadt SPQR gekennzeichnet.

 

3

Rechtzeitig an Sehenswürdigkeiten wie Kollosseum, Vatikan etc. sein, um lange Warteschlangen zu vermeiden. Die vielen, sehr penetranten Private Guides ignorieren, die schnellen Einlass versprechen. Wir hatten Glück und mussten aufgrund der Uhrzeit nirgends lange warten.

 

4

Das Kombiticket für das Kollosseum an der Kasse des Forum Romanum kaufen, dort ist die Schlange deutlich kürzer (kleiner Tipp vom Touristenbüro).

 

5

Sich nicht zum Ziel machen, alles und jedes Museum gesehen zu haben und manchmal einfach drauflos laufen. Es gibt so viele schöne Ecken zu entdecken, die in keinem Reiseführer stehen.

 

 

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