Wandern in den Vogesen und schlemmen in Colmar

Einfach mal abschalten und die Zeit gemeinsam genießen – das hatten wir dringend nötig. Also ging es für uns ein langes Wochenende Richtung Süden. Wer jetzt an Strand und Meer denkt – ha, weit gefehlt! Wohl eher Berge, Seen und hübsche Fachwerkhäuser.

 

 

Vorher noch ein kleiner Abstecher in der Heimat bei meiner Mama und den 30. Geburtstag einer lieben Freundin auf einem Weinfest begießen. Schon konnte es losgehen Richtung französische Grenze. Ich erinnere mich noch, wie wir früher die 30 Kilometer nach Marckolsheim gefahren sind, um im Super U einzukaufen. Direkt kommt Urlaubsstimmung auf, als wir durch die kleinen, verschlafenen Ortschaften in Frankreich fahren. Ich drehe das Radio auf – oh, ich liebe diese Sprache!

 

Unser Ziel – der Lac Blanc mitten in den Vogesen. Tollster Sonnenschein erwartet uns dort und wir stellen das Auto ab. Es ist der erste See der 3-Seen-Tour, die wir an diesem Tag wandern wollen.

 

 

Es geht rauf und runter und rauf und dann wieder runter. Die Route ist schön abwechslungsreich und es gibt immer wieder was zu sehen. Gerade eben noch durch einen mystischen Tannenwald erreicht man eine Hochebene, die eher an die Lüneburger Heide erinnert. Genießt man eben noch die Ruhe und den Ausblick über die Vogesen wird man im nächsten Moment von Kuhglocken überrascht.

 

 

 

 

Wir erreichen als zweites den Lac Noir, zu dem wir hinabsteigen und unsere erste Pause mit mitgebrachtem Vesper machen. Ist die Spiegelung im See nicht toll?

 

 

 

 

 

Der dritte See – der Lac Forlet – ist der Kleinste der drei Seen, die wir am diesem Tag erreichen. Von dort geht es ziemlich steil bergauf bis wir eine Hochebene erreichen. Leider sind wir etwa eine Woche zu spät, denn die Wiesen sind übersäht mit Erika, die leider fast verblüht sind.

 

 

Wieder zurück am Auto ist es schon fast Abend und wir wollen uns auf den Weg zu unserer Hütte machen. Doch da haben wir nicht mit den Vogesen und ihrem fehlenden Empfang und Internet gerechnet – Navigation fehlgeschlagen. So versuchen wir also mithilfe der Offlinekarte den Weg in das hinterste Eck, die kleinste Straße hinauf zur Auberge Schantzwasen zu finden. Bei Sonnenuntergang erreichen wir die kleine Rentierfarm mitten im Skigebiet Le Tanet und werden herzlich empfangen. Unser Zimmer ist sehr rustikal aber total gemütlich. Unter einem Rentierfell schlafen wir nach einem herzhaften Essen glücklich ein.

 

Schaut euch doch mal das Video der Auberge an:

 

Unsere zweite Station ist Colmar. Doch zunächst machen wir auf der Fahrt hinunter ins Tal Halt in Münster und kaufen meiner Mama einen Münsterkäse – eingeschweißt versteht sich.

 

In Colmar schlendern wir dann einfach durch die hübschen Gassen, trinken Café au lait und schauen dem bunten Treiben zu. Folgen den Menschen ins Petite Venise und bestaunen die hübschen Häuser. Natürlich muss auch ein Elässer Flammenkuchen sein, den ich mir gegenüber vom Pfisterhaus bestelle. Für den Rückweg lasse ich mir beim Bäcker noch ein éclair einpacken und schon ist unser Frankreichausflug wieder zu Ende.

 

 

 

 

 

 

 

 

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